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Degus (Octodante degu)....
Diese oder ähnliche Fragen bekomme ich gestellt, wenn ich jemanden erzähle, da s ich Degus halte.
Degus sind kleine Nagetiere aus Südamerika, genauer gesagt besiedeln sie die Hochebenen Chiles bis in Höhen von 1500 Metern. Man kann sie auch im chilenischen Mittelgebirgszonen antreffen. Das bedeutet, dass sich die Tiere in einen recht kargen Gebiet aufhalten und deshalb bei der Ernährung anspruchslos sind. Interessant dabei ist, dass sich dieses vor Jahren noch klar abzugrenzende Verbreitungsgebiet der Degus ausdehnt. Weiterhin ist die Fellfärbung und die Lebensweise der Tiere der entsprechenden Umgebung gut angepasst. So ist ein Hochlanddegu bedeutend heller als sein Artgenosse im Flachland. Anzunehmen ist, dass auch unterschiedliche Populationen in deutsche Zucht gelangten.
Entdeckung der Degus und Reise nach Deutschland
Entdeckt wurden die Degus selbstverständlich von den Einheimischen in Chile und so wurden sie erstmals 1782 im “Versuch der Naturgeschichte von Chile” erwähnt. Giovanni Ignazio Molina, der Autor des Buches, nannte sie “Sciurus degu”. Somit ordnete er sie den Hörnchen zu, was sich später als zoologisch falsch h erausstellen sollte. Dennoch scheint Giovanni Ignazio Molina ein guter Beobachter gewesen zu sein, denn das Verhalten der Degus ist durchaus mit dem der Hörnchen zu vergleichen. Erdhörnchen zum Beispiel bauen ebenso Höhlen, klettern auf Büsche und ernähren sich ähnlich. Auch die Körpersprache ist mit Hörnchen vergleichbar. Letztendlich wurden die Degus aber der Gattung Octodon zugeordnet (Octodontidae=Achtzähner), da die Backenzähne von oben betrachtet einer 8 ähneln. Glücklicher Weise ist der früher häufig verwendete Name “Trugratte” mittlerweile aus dem Wortschatz fast vollständig verschwunden, denn sowohl der Körperbau, wie auch das Verhalten ähneln nicht im geringsten einer Ratte. Diesen Namen erhielten die Degus in Zoos der ehemaligen DDR. Im damals geteilten Deutschland waren Degus eher in der DDR bekannt, denn in der BRD gab es nur wenige Tierparks welche Degus hielten. Vermutlich fanden die ersten Degus ihren Weg in Liebhaberhände über Nachzuchten von Tierparks und Zoos, aber auch durch Importtiere. Mittlerweile werden Degus häufig als Haustier gehalten und ein Züchter oder Händler ist schnell zu finden.
Haltung als Haustier
Um Degus als Haustier zu halten, bedarf es einiges Wissen über die Tiere, um ihnen ein langes Leben zu garantieren. Zuerst ist zu erwähnen, das die Tiere sehr aktiv sind und somit viel Platz benötigen. Nicht nur die Grundfläche der Unterkunft sollte möglichst groß sein, auch die Höhe muss entsprechend dimensioniert sein um Äste zu platzieren, so das die Degus klettern können. Absolut unerlässlich ist die Haltung von mindestens 2 Tieren.
Bei vielen Tierarten wird empfohlen 2 Tiere zu halten, bei Degus ist das aber keine Empfehlung, es ist ein Muss, denn Degus leben äußert sozial und überleben ohne Artgenosse nicht lange. Die Gesellschaft des Menschen kann kein zweites Degu ersetzten, auch wenn sich noch so viel Zeit genommen wird.
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